Pönitzer Schüler werden zu Journalisten. Die 8a der Grund-und Gemeinschaftsschule Pönitz schreibt derzeit im Rahmen von „ZiSch“ eine Reportage für die LN.

Pönitz – Wer, was, wo, wann, wie und warum: die W-Fragen als zentrale Bestandteile einer Nachricht sind den Jungen und Mädchen der 8a der Grund- und Gemeinschaftsschule in Pönitz längst bekannt. Und auch wie eine Reportage geschrieben wird, wissen die 22 Schüler. Theoretisch.

            „Die Fakten nicht nur aneinanderzureihen, sondern mit persönlichen Eindrücken anzureichern und Zitate einzubringen, ist für die Schüler gar nicht so einfach“, erklärt Agnes Kucharski. Die 33-Jährige ist zugleich Klassen- und Deutschlehrerin der 8a. Seit Beginn des Jahres steht dort das Projekt „ Zeitung in der Schule“, kurz „ZiSch“, auf dem Stundenplan. „Das hat hier schon Tradition“, sagt Kucharski, die das Projekt selbst erstmalig betreut. Seit sechs bis sieben Jahren, schätzt Peter Schultalbers, seien die Pönitzer dabei. Auch in den beiden anderen achten Klassen gehört „ZiSch“ zum Unterricht. Ein spannendes Projekt, wie Lehrerin Kucharski findet. Schließlich werde quasi am lebenden Objekt unterrichtet.

„Anfangs haben wir in den entsprechenden Stunden immer fünf bis zehn Minuten die Lübecker Nachrichten gelesen“, so die 33-Jährige. Dann standen Analysen der verschiedenen Textformen auf dem Programm. „Was ist eine Nachricht, ein Interview? Wie werden sie aufgebaut?“ seien dabei Fragen gewesen. Nebenbei wurden die Jungen und Mädchen über das Geschehen in der Region und in der Welt informiert. „Durch die Sachen, also die verschiedenen Textformen, aber auch die Inhalte, die in der Zeitung stehen, können wir richtig 'was lernen,“ sagt Sarah (13), die nun auch zuhause öfters zur Zeitung greift.

            Auch über Reportagen. In einer Langzeitarbeit zu „ZiSch“ verfassen sie und ihre 21 Mitschüler gemeinsam einen Artikel über das Lübecker Tierheim, der später in den LN erscheinen soll. Neben der Einarbeitung in die Textform – währen der Ferien wurde den Schülern die LN dazu auch ins Haus geliefert - beinhaltete das auch eine Vorabrecherche zum Thema sowie einen Besuch vor Ort in Kücknitz

            „Ich habe dort Fotos gemacht“, sagt Sarah(14). Lucas'(14) Aufgabe war es indes, während des Termins im Tierheim das Aussehen von Hunden, Katzen und Co. zu beobachten und entsprechende Notizen dazu zu machen, gemeinsam mit Lena-Marie, die nun „alle Informationen zusammenfasst“. Am Laptop schreibt die 13-Jährige mit, was ihre Klassenkameraden diktieren. Recht zögerlich fallen Vorschläge für einzelne Sätze. „Ich weiß nicht genau, wie ich die Notizen ausformulieren soll“, gibt Lucas zu. Seine Lehrerin hilft ihm und den anderen dabei. Stellt Fragen zu einzelnen Punkten, etwa dazu, wie die Arbeit für die Tierpfleger ist, um so einzelne Aspekte der Reportage zu konkretisieren. Zudem gibt sie Tipps für flüssige Übergänge und logische Anschlüsse im Text. Aus 300 bis 500 Wörtern soll er am Ende bestehen. In wenigen Tagen möchte die 8a ihn fertig haben und einreichen. Im Januar endet das „ZiSch“-Projekt für die 8a der Pönitzer Schule. Die LN gibt es bis zu den Osterferien aber weiterhin für die 22 Jungen und Mädchen – die sich bei der Zeitungslektüre im neuen Jahr dann selbst darin als Autoren entdecken können. Und damit dann vielleicht auch ihrem späteren Berufswunsch ein Stück weiter gekommen sind: „Denn auch für die Berufsfindung kann das ZiSch-Projekt wichtig sein“, sagt Nina Gottschalk, die das Projekt für die Lübecker Nachrichten betreut.

                                                                                                                                                                                                                                                                            von Britta Kessing

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